AKTUELLES
20. Februar 2012 »
Experten informierten
ssj Kettenkamp Die richtige Technik, der richtige Zeitpunkt der Ausbringung und eine ausreichende Lagerkapazität: Das sind die Faktoren, die über den erfolgreichen Einsatz des Wirtschaftsdüngers Gülle entscheiden. Ob und wie Landwirte ihren Umgang mit der Gülle verbessern können, darüber sprach Dr. Hans-Heinrich Kowalewsky, Fachberater Energie der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, in Kettenkamp. Er war auf Einladung des Lohnunternehmens Dettmer Agrarservice gekommen, das rund um das Thema Düngung und Pflanzenschutz informierte.
Beim Bau ausreichender Lagerkapazitäten für Gülle sieht Dr. Kowalewsky den größten Handlungsbedarf. Ist der Lagerraum zu knapp bemessen, dann könne der Landwirt nicht den optimalen Ausbringungstermin für die Gülle abwarten. Wertvolle Nährstoffe gingen dann verloren, und letzten Endes mache sich das auch im Portemonnaie des Betreffenden bemerkbar, so der Experte. Ein Grünlandbetrieb soll nach seiner Ansicht mindestens sechs Monate die Gülle lagern können, ein Ackerbaubetrieb mindestens neun Monate.Je länger der Transportweg ist, desto eher rechnet sich der Einsatz größerer Güllefässer, stellte Dr. Kowalewsky fest. Bis zu einer Entfernung von fünf Kilometern lohne sich noch der Einsatz eines Schleppers, um die Gülle zu transportieren. Bei längeren Wegen seien ein Transport per Lkw und das Umfüllen in ein Ausbringfass finanziell günstiger. Zu Unrecht stünden schwere Güllefässer in dem Ruf, prinzipiell Straßenschäden zu verursachen. Nicht das Gewicht des Gefährts, sondern Achslast und Tempo seien die entscheidenden Kriterien.
Inzwischen gebe es sehr gut und sehr genau arbeitende Dosiereinrichtungen, aber die seien nur etwas wert, wenn der Landwirt zuvor dafür gesorgt habe, dass die Gülle ausreichend gerührt und homogenisiert worden sei. Schleppschlauchverteiler für die Gülleausbringung auf dem Acker und Schleppschuhverteiler für das Grünland seien gute Techniken. Zur Minderung der Geruchsemissionen sei aber vor allem entscheidend, dass die Gülle rasch in den Boden eingearbeitet werde.
Wenn die Technik sehr teuer ist, empfiehlt es sich für einen landwirtschaftlichen Betrieb immer, nachzurechnen, ob eine Anschaffung entsprechender Maschinen lohnt oder ob man auf einen Lohnunternehmer zurückgreifen sollte. „Überlassen Sie das Güllefahren den Profis“, so Dr. Kowalewskys Rat an die Landwirte.
Stefan Knipper vom Lohnunternehmen Schillmöller in Bakum stellte Ergebnisse zum sogenannten Strip-Till-Verfahren, der Streifenbodenbearbeitung, vor. Bei dieser Anbaumethode, die sich für alle Reihenkulturen eigne, wird zwischen den Saatstreifen auf eine Bodenbearbeitung verzichtet. Das solle der Bodenerosion vorbeugen und Wasser sparen, so Knipper. Zudem werde für Mais die Keimtemperatur schneller erreicht.
Über das Cultan-Verfahren zur Düngung sprach Andreas Böbe von der Firma DOMO Caproleuna. Dabei werde flüssiger Ammonium-Dünger zur Stickstoffversorgung der Pflanzen gezielt in den Boden injiziert. Der Dünger bilde ein stabiles Depot, auf das die Pflanzen nach Bedarf zurückgreifen könnten, so Böbe. Das Verfahren sei ein zukunftsfähiges System zur Düngung. Empfehlungen zum Pflanzenschutz und zum Saatgut gab Christoph Kalthegener von der Firma Syngenta. Mit Pflanzenschutzmaßnahmen solle der Landwirt früh genug beginnen. Maisstoppeln solle man nicht zu lange nach der Ernte stehen lassen, denn Untermulchen und Einarbeiten sei für die Feldhygiene wichtig. Dies beuge dem Maiszünsler, einem gefürchteten Schädling, vor.
27. Januar 2012 »
Gelungener Start ins neue Jahr
Mit einer gut besuchten Informationsveranstaltung sind wir am Dienstag den 24. Januar ins neue Jahr eingestiegen.
Mit Kaffee und Kuchen ging es an diesem Nachmittag los. Den ersten Vortrag hielt dann Herr Dr. Kowalewsky von der Landwirtschaftskammer Niedersachen. Er berichtete von der pflanzengerechten und umweltverträglichen Gülleausbringung. Mit unter ging es dabei um die Lagerun von Gülle, ihre Aufrühreigenschaften und um die Ausbringung mit den dazugehöhrigen Straßenverkehrsrechtlichen Gegebenheiten.
Als nächster Referent stellte Herr Knipper von dem Lohnunternehmen Schillmöller aus Bakum das “Strip-till” Verfahren vor. Hier bei handelt es sich um eine neue Form der Mais Unterfußdüngung. Die Gülle wird dabei über GPS in 20 cm breiten Streifen, 20 cm tief im Boden “abgelegt”. Schräg angeordnete Druckrollen bereichen die Gülle wieder mit Erde und rückverfestigen das Düngeband. Der Boden wird nur an den Stellen bearbeitet, an denen der Grubber arbeitet. Der Mais wird dann später in diese Düngebänder reingelegt. Das Verfahren soll Wassersparend wirken.
Herrn Knipper folgte dann ein Fachvortrag zum Thema “Cultan” von Herrn Böbe. Er stellte in seinem Vortrag ausführlich die die Vorgänge der Pflanze bei der Nährstoffaufnahme dar.
Zu guter Letzt präsentierte Herr Kalthegener von der Syngenta die diesjährigen Dünge- sowie Pflanzenschutzstrategien in Hybridgerste. Er verwies zudem auf das kommende Frühjahr und die anstehende Maisaussaat. Auch hier gab er Tipps zur Sortenwahl.
In diesem Sinne möchten wir uns noch einmal herzlich bei den Referenten für den gelungenen Nachmittag bedanken. Ganz besonderer Dank gilt der Syngenta Agro Gmbh, die diese Veranstaltung unterstützt hat.
18. Januar 2012 »
Infoveranstaltung
Herzlich laden wir am 24.01.2012 um 13:30 Uhr zur Vortragsveranstaltung im Saal Klaus in Kettenkamp ein. Hier werden Vorträge zu folgenden Themen gehalten und diskutiert:
- Gülle pflanzengerecht & umweltverträglich ausbringen
- Gülle als Unterfußdünger
- Düngung im “Cultan-Verfahren”
- Maissaatgut und Pflanzenschutz 2012
19. Dezember 2011 »
Weihnachten 2011
Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Weihnachten steht vor der Tür. Dies ist die Zeit des Rückblicks und des Innehaltens. Ein Anlass, um einmal Danke zu sagen für die angenehme Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen.
Dies ist aber auch die Zeit der Ausblicke. Die Zukunft ist in stetem Wandel. Mögen Sie Mut und Zuversicht bei der Bewältigung der auf Sie zukommenden Aufgaben begleiten.
Im Namen des Teams Dettmer Agrar-Service GmbH wünschen wir Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012.Es kehrt Ruhe ein, die Winterpause naht.
18. November 2011 »
“Spudnik” auf großer Reise
Am vergangenen Mittwoch besuchte uns eine 50 Mann starke Besuchergruppe der Spudnik Equipment Company LLC aus Idaho, Nord-Amerika. Hierbei handelte es sich um eine Gruppe von Händlern und Großbetrieben, die auf großer “Spudnik Germany Tour 2011″ waren. Unser Disponent Klaus Meyer führte die Gruppe über unser rund 3 ha großes Betriebgelände in Kettenkamp.
Spudnik produziert und vertreibt seit 1958 Kartoffeltechnik. Im Laufe der Jahre ist das Unternehmen auf 200 Angestellte gewachsen, die von der Bestellung, über die Ernte bis zur Einlagerungstechnik alles für ihre Kunden in 7 Bundesstaaten der USA und Teile von Kanadas bereit halten. Seit 2002 ist es ein Teil der Grimme Gruppe.
Nach der Führung über unseren Betriebshof lud die Dettmer Agrar Service GmbH noch zu einem Snack ein.