Cultan ist ein Verfahren der Flüssigdüngerinjektion in Kulturen wie Getriede, Grünland, Raps und Mais.
Folgende Einsatzzeitpunkte:
- Raps einmalig zum Vegetationsbeginn
- Getreide einmalig zum Ende der Bestockung bis Anfang Schossen
- Grünland nach jedem Schnitt, dabei jeweils nur den Stickstoffentzug je Schnitt
Bei diesem Verfahren wird Flüssigdünger ohne Verluste in den Boden eingespritzt. Es entsteht ein Düngerdepot aus dem die Pflanze sich über einen langen Zeitraum mit Stickstoff in pflanzenverfügbarer Form versorgt.
Die Pflanze umwächst das Depot und nimmt den Dünger entsprechend ihres Bedarfes bereits über die Wurzelspitzen im Grenzbereich dieses Depots auf.
Beispiel CULTAN im Grünland:
CULTAN macht eine nachhaltige ökologische sowie ökonomische Grundfutterproduktion möglich. Wesentlich ist, dass die wichtigsten Aspekte des Narbenmangements und der Futterqualität berücksichtigt und umgestzt werden.
Durch das CULTAN Verfahren im Grünland erhöht sich der Eiweißgehalt im Gras, das Futter wird schmackhafter und der Futterwert steigt.
- Ammoniumstickstoff steht pflanzenfügbar in Wurzelnähe zur Verfügung
- Reststoffbedarf der Pflanze sinkt
- durch die gute N - Ausnutzung sind 20 % weniger Dünger bei gleichem Ertragsniveau
- keine Gefahr von Auswaschung durch positiv Ladung des Düngers
- Durch das ausgeprägtere Wurzelwachstum erhält die Pflanze eine höhere Standfestigkeit
- Aufnahme der übrigen Nährstoffe verbessert sich
- Stickstoffversorgung erfolgt bedarfsgerecht über die gesamte Vegetationsperiode
- geringere Stressanfälligkeit bei Trockenheit
- Exakte Düngerausbringung bis an den Felsrand
- keine Gefahr von Verätzungen an Pflanze
- weitgehend Witterungsunabhänige Bestandesführung
- Lesen Sie auch “Düngestrategien für ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit”; Neue Landwirtschaftneue-lw_112009-text1.pdf
